Sportlich. Kompetent. Lebensretter.

Liebe Kameradinnen und Kameraden, Förderer und Freunde der Bergwacht,

die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie betreffen auch die Bergwacht. Deshalb werden aktuell unsere geplanten Dienstabende und Ausbildungsveranstaltungen ausschließlich Online durchgeführt. Uns ist es wichtig, die Einsatzbereitschaft der Bergwacht zu erhalten und mit gutem Beispiel voranzugehen.

Themen, Termine und Zugänge zu Online-Dienstabenden werden jeweils Mittwochs vor der Veranstaltung über den Bergwacht E-Mail-Verteiler bekannt gegeben.

Eure Bergwacht Schwäbisch Gmünd

Die Bergwacht ist weithin als Rettungsorganisation bekannt. Ihren Ursprung hatte sie jedoch im Naturschutz.

Und der ist immer noch ein wichtiger Bestandteil der Bergwachtarbeit.
Zu den Tätigkeiten des Naturschutzes gehört auch die Landschaftspflege. Um dabei jedoch effizient vorgehen zu können, helfen Geräte wie Motorsägen. Jedoch nur, wenn sie richtig bedient und die Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden können.

Mit einem Motorsägekurs haben sich Bergwacht-Kameraden aus fünf Bergwachten der Bergwacht Württemberg am Forststützpunkt Bartholomä im Wental fortgebildet.

Der Lehrgang begann mit einem Theorieteil im Lehrsaal. Hierbei wurden Filme zu Situationen gezeigt sowie auf Schutzkleidung und deren Notwendigkeit eingegangen. Auch auf den sach- und fachgerechten Umgang mit Sägen wurde hingewiesen. Zusätzlich wurde über Freischneider und deren Nutzung gesprochen. Kurz gesagt wurde der Umgang mit vielen Geräten erklärt, die im Natur- und Landasdchaftschutz bei der Bergwacht zum Einsatz kommen.

Am Nachmittag wurden die im Theorieteil erlernten Techniken in der Praxis umgesetzt und Schnitttechniken wie Trennschnitt und Stechschnitt an liegendem Schwachholz geübt. Dabei wurden die einzelnen Werkzeuge wie Keile und Fällheber erklärt.

 

 

Am zweiten Tag stand die Wartung und Pflege der Maschinen auf dem Lehrplan. Als grundlegender Bestandteil wurde zunächst theoretisch das Reinigen und Pflegen der Sägen sowie das Kettenschärfen betrachtet. Im Anschluss wurden die Kenntnisse im Werkstattbereich des Forststützpunkts in der Praxis geübt.

Letzter Kurspunkt am Nachmittag des zweiten Kurstages war die richtungssichere Fällung von Stammholz in Engbeständen. Der Umgang mit den Sicherheitsvorkehrungen beim Fällen standen bei diesem Praxisteil im Vordergrund. Neben der Sicherung des Arbeitsbereiches durch Schilder muss der Ruf: „Baum Fällt“ unbedingt zur Sicherung anderer, vor dem „letzten Schnitt“ erfolgen. Damit werden etwaige unverhoffte Wanderer und Mitarbeiter oder Kameraden zusätzlich gewarnt.

Das Fällen im Wald ist eine gefährliche Tätigkeit. Wie oft wurden die Kameraden der Bergwacht schon zu Einsätzen gerufen, an denen selbst geübte Forstleute teils nicht unerhebliche Verletzungen davon getragen haben. Wir sind uns einmal mehr der Gefahren, die von dieser Arbeit ausgehen, bewusst geworden und werden daher das Erlernte als etwas Wichtiges mit nach Hause nehmen.

Text: Rolf-Dieter Blumer
Bilder: Volker Adler