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Die Fragen dieses Interviews sind an den Leiter des Skimarktes und stellv.
Technischer Leiter Winterrettungsdienst, Marc Abele, und Armin Teuchert, Ausbilder
der Bergwacht für den Winterrettungsdienst, gestellt. Geführt wurde das Interview
von Markus Becker, Pressesprecher der Bergwacht Schwäbisch Gmünd.

 

Herr Abele, schon seit einer halben Ewigkeit gibt es den Bergwacht Skimarkt in Schwäbisch Gmünd. Wie kam es dazu?

Marc Abele: Bereits vor knapp 50 Jahren stellten Einsatzkräfte der Bergwacht Schwäbisch Gmünd einen Bedarf an sicheren und günstigen Skiausrüstungen fest. Mit der Idee des Skimarkts konnte die Bergwacht gleich mehreren Situationen gleichzeitig entgegentreten. Zum einen wurde auf dem Weg sichergestellt, dass sich jeder Wintersportler eine sichere Ausrüstung leisten konnte, indem er günstig an eine komplette Skiausrüstung kam. Gerade bei Kindern, die zum Teil jährlich aus ihrer Skiausrüstung herauswachsen ist dies ein interessanter Punkt. Zum anderen unterstützt der Skimarkt die Bergwacht Schwäbisch Gmünd.

 

Wie unterstützt der Skimarkt denn die Bergwacht Schwäbisch Gmünd?

Marc Abele: Wir verkaufen die Waren auf dem Skimarkt auf Kommission. Dafür behalten wir einen Anteil von 20% des Verkaufserlöses. Verwendet werden die Erlöse für bessere Ausbildungen der Einsatzkräfte, zur Unterstützung unserer Jugendgruppe oder für die Bereitstellung von modernem Rettungsgerät. Die Erlöse kommen somit auch den Wintersportlern in der Region wieder zugute.

 

Ist die heimische Ostalb durch den Skimarkt sicherer geworden?

Armin Teuchert: Eine genaue Untersuchung dazu gibt es nicht. Der Skimarkt bietet aber eine Plattform, um seine noch gute, gebrauchte Wintersportausrüstung zu verkaufen. Das ermöglicht Anderen wiederum günstig an gute und sichere Ware zu gelangen. Und es liegt ja auf der Hand, dass eine gute Skiausrüstung zur Sicherheit auf Pisten und Loipen beiträgt. Dafür prüfen wir jedes angenommene Teil optisch, ob es den aktuellen Sicherheitsanforderungen entspricht. Der Skimarkt trug und trägt also maßgeblich zur Sicherheit der Wintersportler in der Region und darüber hinaus bei.

 

Wann ist denn der nächste Skimarkt?

Marc Abele: In diesem Jahr findet der Skimarkt von Freitag, 16. bis Sonntag, 18. November statt. Am Freitag, 16. November können Wintersportausrüstungen von 19:00 bis 21:00 nur zum Verkauf abgegeben werden. Am Samstag, 17. November von 9:00 bis 17:00 verkaufen wir die angenommenen Waren und nehmen auch noch Ware an. Am Sonntag, 18. November werden von 11:00 bis 17:00 ausschließlich die angenommenen Waren verkauft. Die nicht verkaufte Ware oder den Erlös der verkauften Ware können Kunden am Sonntag bis spätestens 17:00 Uhr abholen.

 

Und wo findet der Skimarkt statt?

Marc Abele: Der Skimarkt findet in diesem Jahr an gewohnter Stelle, in der Großsporthalle Schwäbisch Gmünd in der Katharinen Straße statt.

 

Vorhin sprachen Sie von angenommener Ware. Gibt es Ware, die am Skimarkt nicht angenommen wird?

Marc Abele: Wir prüfen die angelieferte Ware optisch sehr genau, bevor wir sie annehmen. Das ist unerlässlich, um unserem Qualitätsanspruch gerecht zu werden, günstig gute und sichere Wintersportausrüstung anzubieten.

 

Sagen wir einmal, ich möchte meine Ski verkaufen. Auf was achten Sie da genau?

Armin Teuchert: Unsere speziell geschulten Einsatzkräfte kontrollieren, dass nur noch Carvingski angenommen werden, die nicht länger sind als 190 cm. Auch muss eine funktionsfähige Bindung montiert und Belag und Kanten in solidem Zustand sein. Das alles gilt übrigens auch für Snowboards, Langlauf- oder Tourenski. Bei den Langlaufski müssen wir ebenso auf ein modernes Bindungssystem bestehen. Ältere, breite Bindungsformate nehmen wir nicht mehr an. Nach unserer langjährigen Erfahrung sind Ski und Snowboards, die diesen Vorgaben nicht entsprechen, unverkäuflich.

 

Wie ist das bei Skischuhen?

Armin Teuchert: Bei Skischuhen achten wir vor allem darauf, dass die Sohle nicht beschädigt ist. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Sicherheitsbindung bei einem Sturz nicht richtig auslöst oder auslöst, obwohl der Skifahrer gar nicht stürzt.

Das Verschlusssystem der Skischuhe muss voll funktionsfähig sein. Und wir achten sehr auf intakte und saubere Innenschuhe.

Bei alten Skischuhen haben wir die Erfahrung gemacht, dass sich der Weichmacher mit der Zeit verflüchtigt und der Schuh brüchig wird. Ältere Skischuhe nehmen wir also nicht mehr an. Dieselben Vorgaben gelten natürlich auch für Snowboard-, Skitouren- und Schlittschuhe.

Bei Langlaufschuhen gibt es noch eine weitere Besonderheit. Hier nehmen wir nur noch Schuhe für aktuelle Bindungssysteme an.

 

Sie legen ja starken Fokus auf Sicherheit. Haben Sie auch Helme im Angebot?

Marc Abele: Ohne Helm auf der Piste geht seit Jahren gar nichts mehr. Deshalb haben wir natürlich Helme im Angebot. Wichtig dabei ist, dass die Helme nicht älter als sieben Jahre alt sind. Außerdem müssen sie sauber und unbeschädigt sowie voll funktionsfähig sein. Darunter fällt auch, dass alle Helmpolster vorhanden sind.

 

Jetzt haben wir fast alle Bestandteile einer Wintersportausrüstung durch. Nehmen Sie auch Wintersportkleidung an?

Marc Abele: Ja. Die Betonung liegt aber auf WinterSPORTkleidung. In diesem Bereich legen wir dieses Jahr sogar unseren Schwerpunkt! Sie dürfen mit einem deutlich ausgebauten Angebot an Ski- und Snowboardbekleidung rechnen, besonders für Kinder- und Jugendliche.

 

Bei Windersportbekleidung die Sie abgeben, sollten Sie auf folgende Punkte achten: alle Kleidungsartikel müssen frisch gereinigt und voll funktionsfähig sein. Das beinhaltet vor allem die vollständige Unversehrtheit der Kleidungsstücke und der Reißverschlüsse. Für Kleidung gilt außerdem, dass sie nicht allzu alt sein sollte. Völlig aus der Mode gekommene Stücke lassen sich einfach nicht mehr verkaufen.

 

Gibt es denn sonst noch etwas, das man über den Skimarkt wissen sollte?

Armin Teuchert: Aber natürlich. Wie in den vergangenen Jahren wird wieder ein Montage- und Einstellservice für Skibindungen durch einen zertifizierten Fachbetrieb angeboten. Gekaufte Ski- und Skischuhe können also wieder direkt vor Ort individuell angepasst werden

Marc Abele: Zudem gibt es auch wieder drei Kassen. Bei einer davon bieten wir auch wieder eine komfortable Kartenzahlung an. Und auch sonst sind wir immer dabei Abläufe zu verbessern, um unseren Kunden ein möglichst angenehmes Skimarktgefühl und perfekten Service anbieten zu können.