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Pünktlich zum Quartalsende kam der Winter mit einer großen Schneemenge zurück in die Alpen. Auf den ersten Blick eine schöne Situation zum Skifahren, in Wahrheit jedoch sehr gefährlich, da die Wahrscheinlichkeit für abgehende Lawinen erheblich größer wird.

So musste die Tourenplanung wegen der gestiegenen Lawinenwarnstufe für die 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmer entsprechend umgestellt werden. Erfreulich war, dass sehr viele junge Bergwachtmitglieder als Anfänger bzw. Einsteiger an den Touren und der Lawinenausbildung teilgenommen haben.

Eigentlich waren von Gossensaß aus vorwiegend Routen im Südtiroler Pflerschtal geplant. Mit Blick auf die Lawinenwarnstufe 3 (erheblich) wurden vernünftigerweise leichtere und sicherere Touren in der Brenner-Region ausgewählt. Schon am ersten Tag wurde die „Große Piepskontrolle“ und eine Übung mit Lawinenverschüttetensuchgeräten (LVS) am Sattelberg (2.115 m ü.N.) durchgeführt. Jeder Einzelne musste mit seinem LVS-Gerät den „Verschütteten“ suchen und finden.


© Bilder: DRK-Bergwacht Schwäbisch Gmünd

 

Nachdem der Gipfel des Sattelberges wegen schlechter Sichtverhältnisse und Sturm am Vortag nicht ganz erreicht wurde, konnte an Tag zwei bei schönstem Wetter das Nößlachjoch (2.231 m ü.N.) bestiegen werden. Alle Teilnehmer hatten den Gipfel mit perfekter Aussicht erreicht, was maßgeblich zur guten Stimmung beitrug.

Der letzte Tag führte die Gruppe angesichts der wieder schlechteren Witterungsverhältnisse ins seit Jahren stillgelegte Zirog-Skigebiet. Hinauf zur Enzianhütte (ca. 1.900 m ü.N.) und darüber hinaus konnten vor allem die Einsteigerinnen und Einsteiger auf der steilen Talabfahrt die ungeliebten Spitzkehren üben. Nach einer wilden Abfahrt zurück ins Tal wurden zum Test noch die zwei seitlichen TwinBags (Luftkissen) bei einem Lawinenairbag-Rucksack ausgelöst. Ein Glück, dass dies in der Realität nicht erforderlich war und zum guten Schluss freudige Erwartungen für die nächsten schönen Touren in 2027 ausgelöst hat.

 

© Text: Wolfgang Gröter, DRK-Bergwacht Schwäbisch Gmünd